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Das Grundgerüst Training (Lesedauer ca. 3 Minuten)

In einem sind sich Profiradsportler, Jedermänner  oder Freizeitsportler einig: Der Grund warum man Jahr ein, Jahr aus viele Kilometer und Stunden auf dem Rad verbringt, ist der Wille nach einer verbesserten Leistungsfähigkeit.Aber wie verbessert sich die Form auf dem Rad eigentlich?

Zunächst gilt es die Hintergründe der Leistung zu verstehen. Woher kommt die Leistung und wie bringt man sich selber dazu, dauerhaft mehr davon erbringen zu können? Physikalisch betrachtet wird Leistung mit der Einheit Watt versehen und bemessen und ist im Grunde nichts anderes als Energieumsatz pro Zeiteinheit. Das Prinzip ist also – rein theoretisch – erst einmal einfach: Je mehr Energie pro Zeiteinheit umgesetzt werden kann, desto mehr Leistung kann auf die Pedale gebracht werden.

Dabei stehen dem Menschen verschiedene Energieträger zur Verfügung, hier allen voran die Kohlenhydrate und die Fette. Leider kann der Mensch sich den Energieträger nicht aussuchen und den Schalter beliebig umlegen, sondern muss seine Energiebereitstellung in eine bestimmte Richtung trainieren.

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Fette liefern mit 7-9 kcal/g wesentlich mehr Energie als Kohlenhydrate mit 4 kcal/g und sind damit auf den ersten klar im Vorteil. Der Hacken dabei ist jedoch dass Kohlenhydrate schneller verstoffwechselt werden können und damit sofort die nötige Energie liefern, Fette hingegen benötigen eine deutlich längere Zeit um in den Muskulatur anzukommen.

Mehr Leistungsfähigkeit bedeutet also die Stoffwechselvorgänge zu optimieren. Zunächst braucht es dazu einen Begriff, der den meisten bekannt sein sollte – die anaerobe Schwelle. Aber was verbirgt sich genau dahinter? Die anaerobe Schwelle bezeichnet die Dauerleistungsfähigkeit des jeweiligen Sportlers, d.h. die Leistungsfähigkeit, die etwa 60-90 Minuten aufrecht erhalten werden kann. Die anaerobe Schwelle ist die Schwelle, an der mit sich mit der höchstmöglichen Leistung Laktatproduktion und Laktatabbau die Waage hält, kurz es kommt zu keiner Überproduktion, welche eine Übersäuerung und damit einen eklatanten Leistungsabfall zur Folge hätte. Nun ist die Folgerung einfach: Ziel ist es, diese Schwelle nach oben zu verschieben und die Stoffwechselvorgänge zu optimieren und eine höhere Dauerleistungsfähigkeit zu erreichen.

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Eine Erhöhung eben dieser Dauerleistungsfähigkeit führt neben einer besseren Regenerationsfähigkeit auch zu einem verbesserten Fettstoffwechsel. Für den Anfänger oder besser Freizeitsportler  sollte  es im Training also erst einmal darum gehen, den eigenen  Körper kennen zu lernen und tief in sich hinein zu hören. Diese Maxime gilt vor, während und nach dem Training.   Durch eine professionell durchgeführte Leistungsdiagnostik wird das Gefühl durch  konkrete Zahlen und Handlungsempfehlungen ersetzt und beschleunigt den Fortschritt unter Umständen. Man sollte auf jeden Fall öfter die Quantität zu Gunsten der Trainingsqualität hinterfragen.

Zurück zum Stoffwechsel. Um den meist lästigen Fettreserven den Kragen zu gehen gilt es die anaerobe Schwelle durch den richtigen Trainingsplan soweit nach oben zu verschieben, dass vermehrt Fette verbrannt und Kohlenhydratspeicher geschont werden. Als angenehmer Nebeneffekt sollte sich dabei eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit eingestellt haben.

© Björn Geesmann, STAPS Institute

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Tags: training, energie
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